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Januar

Cremig, crunchy und umstitten – die Erfindung der Erdnussbutter

Haben Sie gestern anstatt Marmelade oder Honig köstliche Erdnussbutter auf Ihr Brot gestrichen? Dann haben Sie bewusst oder unbewusst den weltweit...

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Haben Sie gestern anstatt Marmelade oder Honig köstliche Erdnussbutter auf Ihr Brot gestrichen? Dann haben Sie bewusst oder unbewusst den weltweiten Tag der Erdnussbutter (24. Januar) gefeiert. Patentrechtliche bringt die natürliche Creme eine spannende Geschichte mit sich – denn bis heute ist nicht geklärt, wer das geschmeidige Nussmus erfunden hat.

Ein weiteres Kellogs-Produkt – oder doch nicht?
Der Name John Harvey Kellog wird seit über einem Jahrhundert weltweit mit Cornflakes verbunden. Dem US-amerikanischen Mediziner werden eine Reihe von Erfindungen zugeschrieben, die er in den USA patentieren ließ. Zusammen mit seinem Bruder meldete er im Jahr 1885 ein Rezept für Erdnussmus an, das mit der modernen Erdnussbutter vergleichbar ist.

Ein Jahr zuvor gab es eine vergleichbare Patentanmeldung durch Marcellus G. Edson. Zu einem kommerziellen Erfolg wurde die Butter um die Jahrhundertwende herum durch den Geschäftsmann George Washington Carver. Viele halten ihn deshalb für den Erfinder der wahren Erdnussbutter, wobei er lediglich auf den Entwicklungen der beiden Patentträger aufbaute.

Die Krux mit Patenten an Rezepten
Weder Kellogs oder Edson, noch Carver dürfen die ersten Menschen gewesen sein, die Nüsse zu einer cremigen Masse verarbeiteten. Historiker sind sich sicher, dass schon zu Zeiten der Inka und Azteken eine vergleichbare Verarbeitung von Erdnüssen stattfand. Selbst wenn es Patentträger für diese Köstlichkeit gibt, dürfte Erdnussbutter der Menschheit schon seit Tausenden von Jahren bekannt sein.

Eines ist unstrittig: Die Beliebtheit von Erdnussbutter steigt in den USA und Deutschland gleichermaßen an. Als klassisches Low-Carb-Lebensmittel passt die Butter zum Zeitgeist und der bewussten Ernährung vieler Menschen – natürlich ohne unnötigen Zuckerzusatz.

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