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August

Reiten auf der grünen Welle

Was gibt es Schöneres, als im Hochsommer im Stop-and-Go-Verkehr alle 100 Meter an einer Ampel stehenbleiben zu müssen? In solchen Momenten sollte...

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Was gibt es Schöneres, als im Hochsommer im Stop-and-Go-Verkehr alle 100 Meter an einer Ampel stehenbleiben zu müssen? In solchen Momenten sollte sich jeder Verkehrsteilnehmer vor Augen führen, für wie viel Ordnung und Sicherheit die Ampel im Straßenverkehr sorgt. Und tatsächlich reicht die Historie der „Lichtzeichenanlage“ über 150 Jahre zurück.

Internationaler Tag der Verkehrsampel

Was die wenigstens Auto- und Radfahrer wissen: Am 6. August ist der Internationale Tag der Verkehrsampel. Hier wird einer Erfindung gedacht, die erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts im Herzen von London eingeführt wurde. Anstelle von SUVs und Kleinwagen waren es damals Fuhrwerke und Pferde-Omnibusse, von denen die Straßen der Großstadt regelrecht verstopft wurden.

Direkt im Regierungsviertel nahe des Big Bens aufgestellt, sollte die erste Ampel der Welt wohl vor allem Politikern und Geschäftsleuten eine schnelle und sichere Verkehrsteilnahme ermöglichen. Die gewählten Farben Rot und Grün waren bereits in der Schifffahrt und dem Eisenbahnwesen etabliert, was jedoch nicht sofort zu einem reibungslosen Verkehrsablauf beitrug.

Vom Gaslicht zum elektronischen Meisterwerk

In den Anfängen musste die Ampel noch von einem Polizisten bedient werden, der die Stellung der Lichtflächen manuell vornahm. Sichtbar wurden diese durch eine integrierte Gaslampe. Wenige Wochen nach Inbetriebnahme der ersten Londoner Ampelanlage kam es zu einer Gasexplosion in der britischen Hauptstadt.

Die Technologie der Ampel hat dies ausgebremst, die bis heute zu den weltweit wichtigsten Hilfsmitteln im Straßenverkehr zählt. Wie bei vielen Neuheiten war die Bevölkerung anfangs skeptisch, welchen Nutzen die Neuheit wirklich hatte. Dies galt natürlich auch für die erste deutsche Fußgängerampel – 1937 in Berlin!

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