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August

Runter kommen sie immer – nur wie schnell?

Wer heute für den reinen Nervenkitzel aus einem Flugzeug springt, wird dies wohl kaum ohne einen Fallschirm wollen. Was über Epochen hinweg der m...

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Wer heute für den reinen Nervenkitzel aus einem Flugzeug springt, wird dies wohl kaum ohne einen Fallschirm wollen. Was über Epochen hinweg der militärischen und zivilen Luftfahrt neue Möglichkeiten gab, ist heute immer häufiger ein Freizeitspaß. Doch wer und was steckt eigentlich hinter der Erfindung der Stoffplane an vielen sicheren Stricken?

Mensch, Hund und Hammel – die ersten Fallschirmspringer

Der Prototyp des modernen Fallschirms geht ins Jahr 1783 und auf den Franzosen Louis-Sébastien Lenormand zurück. Der Wissenschaftler sprang mit seiner selbstgebastelten Konstruktion vom Observatorium von Montpellier und landete sicher ohne jedwede Verletzung. Historisch gab es hiervor viele Ideen für Fallschirme, ihre Entwicklung und praktischen Tests liefen jedoch nicht so glimpflich ab.

Zwei Jahre später kam es zu den ersten Tests mit Fallschirmen in Frankfurt am Main. Um kein Menschenleben zu gefährden, wurden der Überlieferung nach zuerst ein Hund und später ein Hammel in luftige Höhen gebracht und hiernach abgeworfen. Über die nachfolgenden Jahrzehnte wurde mit weiteren Lösungen für einen sanften Fall experimentiert, beispielsweise mit wasserstoffgefüllten Ballons.

 

Und wer hat’s patentiert?

Mehr als ein Jahrhundert brauchte es, bis es zu einem tatsächlichen Patent für einen Fallschirm kam. Dieses wurde am 25. 08. 1914 in den USA durch den Slowaken Stefan Banic eingereicht. Im Ersten Weltkrieg spielten die Fallschirme für die damals noch junge Luftfahrt eine geringe Rolle, was sich im Zweiten Weltkrieg ändern sollte. Ab den 1950er Jahren wurden Fallschirme immer häufiger für die Freizeitgestaltung und den Sport genutzt. Hunde und Hammel werden damit zum Glück nur noch selten aus Flugzeugen geworfen.

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