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September

So schalten Sie einfach schneller!

Im Patentrecht sind es eher juristische Hürden, die mit Kraft und Mühen zu überwinden sind. Im Alltag sind es häufiger die großen und kleinen ...

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Im Patentrecht sind es eher juristische Hürden, die mit Kraft und Mühen zu überwinden sind. Im Alltag sind es häufiger die großen und kleinen Anstiege, die Sie mit Ihrem Fahrrad zu überwinden haben. Die Kettenschaltung stellt hierfür seit über einem Jahrhundert eine wesentliche Erleichterung dar. Und wie so viele Erfindungen hat auch sie eine spannende Entwicklungsgeschichte zu erzählen.

Eine französische Erfindung… vielleicht…
Wer hat die Kettenschaltung für das Fahrrad erfunden? Eine eindeutige Antwort lässt sich heutzutage kaum mehr geben. Häufig genannt wird der Franzose Paul de Vivie, der Anfang des 20. Jahrhundert einen Umwerfer für das Rad entwickelte. Dieser darf als Vorläufer der modernen Kettenschaltung angesehen werden.

Im Pariser Fahrradsalon soll bereits Ende der 1860er Jahre ein Schaltwerk vorgestellt worden sein, Ende des Jahrhunderts wurde dieses sogar als Prototyp in Fahrradkatalogen angeboten. Hier bleibt vor allem die Frage, was genau als Kettenschaltung verstanden wird und wie ähnlich die Erfindungen den modernen Lösungen von Shimano & Co. waren.

Natürlich nichts für die Profis
Heute ist es kaum mehr vorstellbar, aber die Kettenschaltung war in den Anfängen des Radsports geradezu verpönt. Der Gründer und Organisator der Tour de France, Henri Desgrange, empfand den Einsatz dieses Hilfsmittels sogar als unsportlich.

Aus dem modernen Radsport ist die Erfindung natürlich nicht mehr fortzudenken. Mit immer neuen Wegen der Kettenführung wurden über die letzten Jahrzehnte absolut sichere und robuste Kettenschaltungen entwickelt, die selbst den gehobenen Ansprüchen bei Geländefahrten genügen. Wer auch immer der rechtmäßige Erfinder der Kettenschaltung ist, Abermillionen Radfahrer weltweit haben ihm manches zu verdanken.

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